Die alten Strukturen fangen an zu bröckeln, das was gestern funktioniert hat funktioniert heute nicht mehr. Die Digitale Lebensweise ändert alle bisherigen Strukturen, denn wie so oft im Leben greift man auf bekanntes und fest eingefahrene Vorgehensweisen, welches in der Realität leider nicht funktioniert. Neue Technologien werden mit dem Blick von alten Technologien bewertet und dementsprechend ist auch das Ergebnis, nämlich eine Fehlinterpretation.

Das fehlende Bindeglied zwischen einer neuen Technologie und unser Verhalten liegt in der Nutzbarkeit in dem es uns verändert, ist dies nicht gegeben wird die Technologie sich nicht durchsetzen. Um es mal in einer Art Metapher auszudrücken, eine Revolution findet nicht statt wenn die Gesellschaft neue Technologien einsetzt, es passiert wenn die Gesellschaft eine neue Verhaltensweise durch die neuen Möglichkeiten und Technologien erlebt. Dabei ist diese einfach zu erklären, dieTechnik wird nur durch den Mehrwert dieser Dienste sich durchsetzen wenn die Benutzung innerhalb des Rahmens liegt und die Menschen das auf eine natürliche Art und Weise nutzen, weil die Bedienung einfach ist. Hier wird Usability sehr oft unterschätzt. In dieser Reihenfolge ist es ein leichtes für die Menschen innerhalb ihres täglichen Lebens die neue Technologie anzunehmen, da ein Design bezogenes Produkt mit menschlichen Emotionen spielt. Die technologische und informelle Rahmenbedingung rückt dann eher in den Hintergrund.
Nur das wir uns hier nicht missverstehen. Die Technologie, in unserem Fall die Technik ist für den Menschen da, nicht umgekehrt. Das klingt vielleicht ein bisschen banal, aber wie oft erleben wir das eine neue Technologie kompliziert komplex auf den Markt kommt. Der Nutzer der z.B. einen neuen Blu-Ray Player optimal nutzen möchte, wird hier mit einer 180 Seiten Dokumentation schier erschlagen. Eine einfache und intuitive Bedienung holt den Nutzer ab und erleichtert die alltägliche Nutzung.

Wenn irgendwann die Technologie nicht mehr auffällt, da sie bereits ein Teil unseres Lebens geworden ist, genau dann wird das Verhalten der Menschen im Umfeld des Produktes verändert. Und das ist die interessante Veränderung wenn das Marketing aufhört exklusive Erwartungen zu erfüllen und stattdessen beginnt der eigentliche Nutzen der mit anderen Nutzern geteilt werden kann.
Um in einem konkreten Beispiel zu bleiben, die Firma Apple war nicht der Erfinder des Mobil Telefons, auch nicht die der Smartphones. Sie haben es geschafft ein Produkt zu vermarkten das sich selbst vermarktet. Sie verkaufen keine Mobil Telefone, sie verkaufen Emotionen. Nicht das Produkt steht im Fokus sondern der Nutzer. Die Erfahrung der Nutzer wird als Marketing Instrument eingesetzt. Der Lockstoff, der Duft dazu ist das Design und so erliegen Millionen von Nutzern diesem Gefühl der Begierde. Das ist der Moment wo das Marketing zum Produkt selbst wird.
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