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Web 2.0

Stilles Kämmerlein oder wie erhalten Unternehmen Ihre Impulse?

by oezer on November 23, 2008

So jetzt habe ich es doch tatsächlich geschafft ganze 8 Monate nix zu schreiben. Für ein Blog der sich neuen Trends gewidmet hat eine lange Zeit. Nun ich kann ja immer noch sehen das es etliche Leser gibt die meine Beiträge aboniert haben. Wieso so lang eine Pause eingelegt? Also kurz und knapp: man hat mir höflich nahe gelegt nicht mehr zu bloggen, da das Thema zu nah in meinem Arbeitsbereich liegt. Für manche Unternehmer ein Supergau, wenn der Mitarbeiter auch noch über seine Arbeit bloggt. Ich meine allerdings es gab auch vor den Blogs Medien für Informationsaustausch, damals nutze man meinetwegen Fachforen, geschlossene Newsgroups oder Mailinglisten. Die Sache an dem Informationsaustausch ist ja nicht neu, nur die Art und Weise hat sich vielleicht geändert.

Unternehmen von heute stehen vor einer großen Herausforderung sich der Thematik der bloggenden Mitarbeiter anzunehmen, schliesslich wird quer durch alle Abteilungen gebloggt. Das ist ja kein neues Phänomen was da statt findet. Ein Informationsaustausch muss ja stattfinden um neue Impulse mit einzubringen oder wie schafft man ohne Einfluss von aussen neue Anreize und Ideen miteinzubringen? Woher wissen wir, dass das Wissen im Unternehmen die richtige Form ist mit der wir uns auseinander setzen? Wenn kein Input von aussen kommt, ist das nicht ein Zeichen der Überheblichkeit mit der man seine Arbeit verrichtet. Früher hat man sich auf Messen getroffen, hat Visitenkarten ausgetauscht, heute vernetzen wir uns über Xing, LinkedIn und Facebook und tauschen in Fachforen Wissen miteinander aus. Mir fällt in diesem Zusammenhang immer wieder Cluetrain ein, ein Manifest, vor allem was die heutige Zeit angeht in dem Märkte, Menschen und Unternehmen miteinander agieren. Darin gibt es eine sehr schöne Passage die auf diesen Missstand aufmerksam macht.

Angestellte beginnen jedoch sich zu verbinden so wie die Märkte es tun. Unternehmen müssen beiden aufmerksam zuhören. Vor allen Dingen müssen sie sich zurücknehmen, damit intravernetzte Angestellte direkt mit intervernetztem Märkten kommunizieren können.

Unternehmens Firewalls haben intelligente Angestellte drinnen gehalten und intelligente Märkte draußen. Es wird ordentlich Schmerz verursachen diese Mauern niederzureißen. Und es wird das aufregendste Gespräch sein, an welchem die Geschäftswelt jemals teilgenommen hat.

Einen sehr schönen Schritt macht IBM in seinen Blogrichtlinien, mittlerweile wurde diese auch um die Bereiche Wikis & SocialNetworks erweitert, darin werden die Mitarbeiter ermuntert sogar zu bloggen. Sie werden aufgefordert sich zu bekennen und nicht unter einem Pseudonym zu veröffentlichen, sowie man das eben auch aus der Offlinewelt gegenüber Kunden, Lieferanten und anderen Unternehmern kennt. Wenn eine Veröffentlichung stattfindet, dann wird dies in der ersten Person geschrieben. Man schreibt im eigenen Namen und nicht im Namen für IBM. Diese Stimme soll authentisch und echt sein, wie eines von vielen Thesen von Cluetrain:

# Gespräche zwischen Menschen klingen menschlich. Sie werden mit einer menschlichen Stimme geführt.

# Ob zum Austausch von Information, Meinungen, Perspektiven, Standpunkten oder Anekdoten, die Stimme des Menschen ist offen, natürlich und ehrlich.

# Menschen erkennen einander am Klang ihrer Stimme.

Um einen anderen Aspekt aufzugreifen, welche die meisten Unternehmer immer wieder bringen ist das Thema “Schaden” und nicht “Kontrollierbarkeit”. Wir reden hier nicht von Corporate Blogs sondern von Blogs die privat von Mitarbeitern geführt werden. Wenn ein Mitarbeiter seinem Unternehmen schaden zufügen will kann er das bequem auf anonyme Art und Weise betreiben und nicht von seinem privaten Blog aus. Der Mitarbeiter macht nichts anderes wie PR für dieses Unternehmen. Ein Unternehmen ist kein starres Gefüge, es besteht aus Mitarbeitern die mit der Aussenwelt tagtäglich kommunzieren. Der Gedanke dabei internas könnten abhanden kommen und an Aussenstehende gelangen ist unbegründet, weil kein Mitarbeiter böswillig dem eigenen Unternehmen schaden will. Für manch eine Firma wäre es zumindestens jetzt mal an der Zeit sich Gedanken über bloggende Mitarbeiter zu machen und eine unternehmensweite Blogrichtlinie zu verfassen. Schliesslich kommunziert ein Unternehmen nicht “nur” mit einer einzigen Stimme nach aussen. Einen schönen Beitrag gibt es von PR Prof. Pleil, er ermutigt sogar die Unternehmen dazu diesen Prozess als Gewinn zu sehen und ermuntert diese zu fördern. Aus dieser Sicht spricht auch nichts dagegen über Themen zu schreiben die in meinem Arbeitsbereich liegen und Wissen mit anderen Mitarbeitern auszutauschen. Natürlich immer mit einem Filter dazwischen und so neutral wie möglich ohne konkrete Zahlen, meinetwegen mit fiktiven Beispielen um einen Beitrag anschaulich zu gestalten.

Corporate Blogs

Es gibt Beispiele von Unternehmen die damit angefangen haben, darunter namhafte Firmen wie z.B. Daimler, BMW, SAP oder Lebensmittelhersteller wie Frosta & Sparmarkt. Genauso offen präsentieren sich Firmen aus der Nachära des NewEconomy wie Sevenload Gründer Ibrahim Evsan, Hitflip oder gar Amazon mit Ihrem Partnerprogramm Blog, die Sie für die Affiliates Partnerbetreuung nutzen. Es gibt noch etliche Firmen die das machen. Der direkte Draht zum Kunden, ob für den Einsatz für Neukundengewinnung, Bestandskunden-Marketing oder als PR Instrument, Blogs sind heutzutage einfach nicht mehr wegzudenken.

Vorteile für das Unternehmen

- projekt- und themenbezogen den Know-how-Transfer zu erleichtern (Wissensspeicher)
- Vernetzung der Mitarbeiter und Förderung der Kommunikationskultur
- Höhere Identifikation der Mitarbeiter (Wir-Gefühl)
- Vergleichbarkeit von Prozessen (Wie gehen andere damit um)
- Transparenz und Authentizität (Paradebeispiel Neu Relaunch von Sevenload )
- Besser informiert und organisiert
- Image des Unternehmens wird gefördert (Employer Branding)

Nachteile für das Unternehmen

- Angst vor Veröffentlichung von Internas
- Imageschaden und keine Kontrollierbarkeit (Vertrauen?)
- Aufdeckung von Missständen (vgl. Whistleblower)
- Verbreiten von unternehmensschädlicher Meinungsäußerungen

Fazit

Okay die Überschrift passt nicht 100%, aber Ihr wisst was ich damit meine. Das beste wäre eine Vorsorge in Form von Blogrichtlinien mit klaren Grenzen. Präventiv diese sogar im Arbeitsvertrag festzuhalten das Mitarbeiter nicht bloggen dürfen bzw. wie Sie zu bloggen haben. Damit könnte man von vornherein Komplikationen vermeiden. Letztendlich muss das Unternehmen begreifen das Kommunikation schon immer stattgefunden hat, damals eben auf dem Flur oder auf der Messe und heute über die neuen Medien. Eine große Firma die meinetwegen in der Internetbranche arbeitet kann sich so einem Thema nicht entziehen, ansonsten macht es sich einfach Unglaubwürdig und es fehlt an Authentizitität. Das ist m.E. ein Puzzlestück im Gesamten Konzept eines neuen Unternehmensleitbilds, und wenn eines davon nicht stimmt dann dürfen sich die Unternehmer nicht wundern wenn Wissen einfach abwandert!

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Neue Suchmaschinen braucht das Land!

by Oezer on März 25, 2007

Heute ist wieder mal einer dieser Sonntage wo ich mir gedacht hab, was gibt es denn so neues da draussen? Nun einige Neuheiten habe ich entdecken können, und die möchte ich hier mal präsentieren. Ich muss dazu sagen, das es für mich Neuheiten sind, das ist nicht recht schwierig da man als Surfer und Internet-Abstinenzler fast nicht mehr nach neuem sucht sondern einfach dem alten und bewährten sich zuwendet. Wozu sich denn jeden Tag die Mühe machen? Ich nutze das Medium um meine arbeiten zu erledigen, den weltlichen Vergnügen habe ich mich schon längst abgewendet :)höhöhö..

so hier mal die Links:
http://www.exalead.de
Hier wird wie bei einer Google Aufmachung direkt das Suchfeld angeboten. Und was Recht witzig ist.. im Bottom Bereich wird diese Info angezeigt: 8 003 726 715 indizierte Seiten - © 2000-2007 exalead, wow soviel Seiten? und das schon seit 7 Jahren? aha.. okay.. ausrpobiert.. cool, ist ja nicht neu aber witzig.. die webseiten werden als Vorschau gezeigt.

nächster Link:
http://swicki.eurekster.com/
Diese hier wird durch die User selbst generiert, man versieht seine Seiten mit Tags die dann in der Community als TagClouds dann erscheinen und zusätzlich dazu mit diversen Kategorien versehen. Mein Ding ist das nicht

und da ich nicht alle Webseiten euch jetzt erklären möchte, mache ich euch einfach den Vorschlag das Ihr die Links einfach besuchen geht ;-)

http://rollyo.com
http://clusty.com/ Cool hier, man kann direkt nach Wikipedia bzw. Blogs durchsuchen.
http://wink.com Noch geiler.. hier kann man nach Leuten suchen
http://www.snap.com/
http://onlinks.com/
http://www.mnemo.org/
http://www.like.com/ Krasses Teil.. visuell suche.. ;-)
http://search.wikia.com

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Semantic Web

by Oezer on Dezember 8, 2006

Ich hab heute mal einen wunderschönen Artikel gelesen wo eine nette Beschreibung zu finden war, die lautete:

Semantic Web (…., explained by example. ‘If you do a search on Google today for publications with headquarters in London, Google will find any page that merely has the word ‘publication’, ‘London’ or ‘headquarters’ in it. It doesn’t understand what you mean, what a publication is, the relationship of a headquarters in a location - it doesn’t connect these dots together. What the semantic web provides is a way of formally, explicitly, defining exactly what you mean when you say a publication and when you state that it has a certain kind of relationship with a certain place, by finding a way to put that meaning into the context in an invisible way that software can see. Applications can then start to search for things in a more human, intuitive way.’ )

die Zukunft wird zeigen in welche Richtung Web 3.0 gehen wird, jeder schreit nach Web 2.0 und andere denken schon über Web x.x nach..

Hier mal der ganze Artikel und mit recht interessanten Beispielen gefüttert:
http://observer.guardian.co.uk/focus/story/0,,1957375,00.html

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